Sylter Kliffe

Sylts vielfältigen Landschaftsformen bieten vier Kliffe als weitere Sehenswürdigkeiten. Diese mehr als 180.000 Jahre alten Wunderwerke der Natur haben durch die gewaltigen Kräfte der Gletscher zur Eiszeit ihre heutige Formen erhalten.
Jede der Sylter Steilküsten bietet Besonderheiten an sich; vom bekannten Rotem Kliff über das majestätisches weiße Kliff und das bewachsene Grüne Kliff bis hin zum unter Naturschutz stehendem Morsum-Kliff – die Sylter Kliffe sind für begeisterte Geologen wie Geschichtsbücher und für Naturliebhaber wahre Anziehungspunkte.

Unverwechselbares Rotes Kliff
Das Rote Kliff liegt auf der Westseite der Insel und ist somit zur offenen See gelegen.
Besonders im Abendrot zeigt sich die rostrote Färbung von seiner schönsten Seite, welche durch die Oxidierung der eisenhaltigen Bestandteilen dieser Steilküste entstanden ist.
Jahrhundertelang galt es als untrügliches Erkennungsmerkmal von Sylt, es gibt an der gesamten Nordseeküste kein weiteres Kliff welches vergleichbar wäre.

Hoheitsvolles Weißes Kliff
Das weiße Kliff liegt in Braderup und besteht aus dem hellen Karolinsand, welcher einst von Skandinaviens Flüssen hierher gelangte und so zum Namensgeber dieser Steilküste wurde.
Oberhalb des Kliffs ist ein wunderschöner Rundblick zu sehen, an guten Tagen sogar bis hin nach Dänemark.

Natürliches Grünes Kliff
Der großflächige Bewuchs dieser Steilküste mit Gräsern und Kräutern ist Namensgeber. Der Abhang ist durchschnittlich 13 Meter hoch und liegt bei der Ortschaft Keitum, welche dank dem Kliff häufig als grünes Herz von Sylt bezeichnet wird.

Erdgeschichtliches Morsum-Kliff
Das seit 1923 unter Naturschutz stehende Morsumer-Kliff liegt im Osten der Insel und ist dem Wattenmeer zugewandt. Neben den unterschiedlichen Gesteinsschichten, welche Farbabstufungen von braun bis weiß erkennen lassen, sind hier viele Findlinge zu sehen. Die Steilküste ist außerdem reich an Fossilien und birgt ein unheimliches Potenzial für Geologen.
So ist es dank seiner außergewöhnlichen natürlichen Ausprägung 2006 als Nationaler Geotop ausgezeichnet worden und gehört so neben 76 weiteren zu Deutschlands bedeutensten Geotopen.
Tägliche Führungen bieten einen wunderbaren Einblick in dieses Denkmal für die Erdgeschichte.

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