Sylter Wattenmeer

“Rüm Haart, klaar Kimming”, so sprechen die Friesen über ihr schönes Sylter Wattenmeer. Auf hochdeutsch bedeutet das: weites Herz, klarer Blick. Und genauso ist es auch. Das Sylter Wattenmeer ist weitläufig und das Panorama ist bezaubernd und deutlich. Im nördlichen Bereich zeigt das Wasser sich von seiner schönsten Seite. Verschiedene Blautöne umschlingen das Watt und verlaufen malerisch ineinander. Egal zu welcher Jahres- und Tageszeit man sich dort aufhält, bietet sich einem ein Blickfeld der Idylle und märchenhafter Vereinigung zwischen Meer und Land. Auch spielen die Gezeiten keine Rolle, das Sylter Wattenmeer ist immer ein Bonbon für die Augen. So natürlich, so inspirierend, so wild, so anmutig.

Alle 6 Stunden wechseln die Gezeiten. Ebbe und Flut geben sich die Hand. Das ruhige, sanfte Wattenmeer wird zur tosenden, rauschenden Gefahrenquelle. Wild und unbezwingbar. Dann wieder harmonisch und lammfromm. Gerade dieser Wechsel verzaubert einem die Sinne. Wenn der Meeresspiegel sich hebt oder senkt, dann ist das so oder so eine wahre Augenweide. Ein Unterschied wie Tag und Nacht, wie Sonne und Mond. Das Sylter Wattenmeer ist eines der lebendigsten Meere der Welt. Weltweit gibt es nicht einmal 20 Wattenmeere und das Sylter Wattenmeer ist das größte Wattenmeer der Welt. Stolze 9000 km² groß, 450 Kilometer lang und teilweise 40 Kilometer breit. Prädestiniert als Nummer Eins der Wattenmeere.

Das Sylter Wattenmeer ist ein Naturschutzgebiet und beherbergt etliche Land- und Wasserwesen. Dazu zählt zum Beispiel die bekannte Heringsmöwe, die lustige Lachmöwe, die edle Silbermöwe, die gemeine Strandkrabbe, die typische Nordseegarnele, die freundliche Kegelrobbe, der gewöhnliche Schweinswal und der berühmte Seehund. Aber auch viele Insekten und weitere Meeresbewohner fühlen sich in der Flora und Fauna des Wattenmeeres wohl. Das liegt unter anderem auch an dem rauen Klima. Die Luft an der Nordsee, insbesondere am Sylter Wattenmeer ist gesundheitsfördernd. Tiefes Durchatmen an der Küste, ist lindernd für viele Arten von Beschwerden, wie etwa Bronchitis.

Im Sommer ist so ziemlich jeder Ort auf Erden schön. Aber dem Sylter Wattenmeer kann man zu jeder Jahreszeit etwas abgewinnen. Herrlich entspannend ist es auch, beispielsweise im Herbst, mit nackten Füssen durchs Watt zu gehen. Das kühle, erfrischende Gemisch aus Wasser und Sand zwischen seinen Zehen zu spüren, ist ein besonderes Erlebnis. Wenn das Watt sanft und leicht die Füsse kitzelt und die stark empfindungsspürenden Sohlen die Natur fast aufsaugen. Jeder einzelne Nerv wird berührt. Der ganze Körper gelngt dadurch in einen Status der Entspannung. Alleine schon dieses Erlebnis spricht für das Sylter Wattenmeer.

Hinterlasse eine Antwort